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Nachbarschaftliche Netzwerke

Gesellschaftliche Veränderungen haben Einfluss auf den nachbarschaftlichen Zu-sammenhalt und das Engagementverhalten der Bürger/-innen. Veränderungen fordern die Menschen ihrer Zeit auf, neue Antworten auf ihre Fragen und Sehnsüchte zu finden.

Die Herausforderung für die Entwicklung neuer Formen des Ehrenamts besteht zum Beispiel darin, dass durch die höhere Erwerbsquote vor allem von Frauen das Zeitbudget für Engagement tendenziell immer kleiner wird. Vor diesem Hintergrund müssen neue Zielgruppen angesprochen und neue Formen des Engagements entwickelt werden. Es wird darum gehen, Menschen Freiräume zu geben zur Entwicklung ihrer Kompetenzen, Ideen und Interessen, und auf dieser Grundlage neue Beziehungsnetze wachsen zu lassen.

Die Caritas-Konferenzen erkennen also
- die Notwendigkeit, auf gesellschaftliche Veränderungen mit nachbarschaftlichen Netzwerken unter Einbeziehung von professionellen Angeboten zu reagieren,
- das Engagementpotenzial von Menschen, insbesondere ab 50 Jahren, ihren Kompetenzen- und Erfahrungsschatz und ihr Bedürfnis nach Neuorientierung / Persönlichkeitsentwicklung
- vielfältige Win-win-Situationen durch freiwilligen Einsatz, der deshalb den Beteiligten Sinn und Freude bietet.

Der Titel „MENSCHEN BESUCHEN UND BEGLEITEN“ spricht sowohl die Engagierten als auch die, die einen Besuch oder eine Begleitung wünschen, an. Einerseits wollen die CKD durch vielfältige Beteiligungs- und Aktivierungsmöglichkeiten Einsamkeit und soziale Isolation vermeiden bzw. verringern. Andererseits wollen sie Menschen für soziale Einsatzbereitschaft begeistern und ihnen die Erfahrung schenken, dass ehrenamtliches Engagement durch Sinn gebende Aktivitäten selbst vor Isolation und vorzeitigem Altern schützt.

Als Netzwerk von Ehrenamtlichen und Fachverband für caritatives Ehrenamt wollen die CKD mit dem Projekt „Menschen besuchen und begleiten“ in möglichst vielen Kirchengemeinden dazu beitragen, dass …
- neue und innovative Formen von gegenseitiger Unterstützung und Hilfe von
älteren Menschen entwickelt werden. Im Mittelpunkt stehen dabei aktivierende
Formen, die die Kompetenzen und Ressourcen der älteren Menschen
einbeziehen. Die in den Modellprojekten gemachten Erkenntnisse werden
anderen Gruppen zur Verfügung gestellt.
- nachbarschaftliche Netzwerke vor Ort aufgebaut werden.
Insbesondere das aufsuchende Engagement – wie z. B. die Besuche bei alten,
einsamen und kranken Menschen – soll gefördert werden
- neue Formen des ehrenamtlichen und bürgerschaftlichen Engagements
entwickelt werden.
Ehrenamt vor Ort soll so attraktiv sein, dass sich Menschen im kirchlichen und
außerkirchlichen Umfeld davon ansprechen lassen.
- soziale Angebote verschiedener Organisationen besser miteinander vernetzt
werden.

Dies bewirkt für die Menschen am Wohnort das Gefühl einer intakten Nachbarschaft (Sicherheit, Zufriedenheit, Beheimatung…).
Letztendlich werden diese Faktoren dazu beitragen, dass ein soziales Umfeld entsteht, das Isolation, Vereinsamung, Ausgrenzung und Benachteiligung weitgehend verhindert und die Solidarität miteinander belebt und fördert.

Einige Merkmale von Netzwerken finden sie hier: